11.29.2010

Quatschtanten


„Egal was ihr macht, Hauptsache ihr bloggt darüber“, schrieb uns diese liebenswerte Bloggerin und ich glaube, wir nahmen sie ein wenig zu ernst. Oder es lag einfach daran, dass alles mal wieder verplant lief und wir nichts Besseres zu tun hatten. Kurzerhand wurden alle Dinge in meinem Zimmer für ein außergewöhnliches Fotoshooting missbraucht. Die Maske aus Venedig, die alten Kleider von Omi, so allerlei. Dabei sind einige sehr schöne und sehr lustige Bilder entstanden. Schaut einfach. (Einen kleinen Vorgeschmack gab's ja schon bei Paulie) Diesmal bekam sogar ich einmal die Kamera in die Hand und konnte ein paar sehr schöne (wie ich finde) Fotos von Paulie machen (die sich ja selten VOR die Kamera bringen lässt).

Plätzchen backen

Die Adventszeit hat begonnen! Zeit für Plätzchen backen, wie wir fanden. Meine Oma backt jedes Jahr für die ganze Familie und da kam ihr ein wenig Hilfe natürlich recht. Fleißige Hände in der Weihnachtszeit sind sowieso das wichtigste. Meine Schwester packte auch noch mit an und so waren im Nu eine Menge Bleche Vanillekipferl fertig. Zimtsterne haben wir auch noch gemacht und sofort den nächsten Teig vorbereitet. Na wenn man das nicht fleißig nennen kann, dann weiß ich nicht. Ein paar Vanillekipferl wurden natürlich gleich vernascht mit leckerem Adventstee & Granatapfel :).   Kleiner Tipp: in Vanillekipferl nie Rohrzucker verwenden, der Zucker hat einen zu starken Eigengeschmack. Schmeckt aber trotzdem lecker, nur halt nicht so nach Vanillekipferl. Und nicht vergessen: Am Mittwoch ist der 1. Dezember. Hier ein Vanillekipferlrezept, das unsrige kann ich euch ja nicht verraten, geheim ;)

11.21.2010

Perfekt daneben.

EIGENTLICH wollten wir ja auf den Nachtflohmarkt. Da gab es nämlich so eine riesen Einladung bei Facebook und irgendwie klang das ja auch ganz gut, genau wonach wir suchten: Flohmärkte. Und dann auch noch drinnen, bei der Jahreszeit perfekt. Also ab zum Roten Rathaus, das stand da nämlich: hinterm Roten Rathaus. Auf dem Weg dorthin verliefen wir uns absichtlich zu einem GANZ tollen Laden. Der hier:
Ein ziemlich genialer Fundusverkauf (Behrenstr. 14-16 Ecke Glinkastraße), der Möbel und sonstigen wirklich tollen Kram (auch Klamotten!) aus dem Theater verkauft. Alles sieht ganz fabelhaft alt aus und man fühlt sich wie ein König, wenn man durch die Räume schreitet. Sogar die Spindel von Dornröschen gab's. Fotos durfte man leider nur von außen machen. Weiter ging's und da verliefen wir uns nochmal und zwar in diese süße Pizzabude. 2€ - 2,50€ das Stück Pizza, Normalpreis in Berlin (geht billiger, geht aber auch vieeel teurer). War wirklich sehr gemütlich, sehr nett und lecker (!).
Dann war's auch schon dunkel und langsam wirklich Zeit uns auf den Weg zum Flohmarkt zu machen. Wirklich schön, Berlin so bei Nacht. Überall wurde gerade die weihnachtsdekoration aufgehangen, die Weihnachtsmärkte aufgebaut, das Riesenrad stand schon parat. Touristen überall, das ist halt der Nachteil an Berlin, dass man nirgendwo durchkommt. Aber ohne die lieben Nicht-Berliner würden wir Berliner wohl ständig an unseren eigenen Sehenswürdigkeiten vorbeirennen. Man braucht halt andere, um zu sehen, was man selbst tolles hat.
Dann waren wir endlich am Roten Rathaus und auch hinter dem Roten Rathaus. Und da war nur eine riesige Baustelle, die auf alles andere den Blick versperrte. Also sind wir einmal ums Rathaus rumgelaufen. Aber da war auch kein Hinweis auf einen Nachtflohmarkt. Wir kamen an LUSH vorbei, ein Laden, der von außen schon einiges verspricht und Pauline erklärte mir, mir fehle Allgemeinbildung, weil ich den Laden tatsächlich noch nie gesehen hatte. Gehört von, jaaa, aber ich hatte ja keine Ahnung, was ich da verpasst hatte! Mein ganzes Geld ging dabei drauf. Jetzt habe ich schon eine Menge Weihnachtsgeschenke, die Sachen sind nämlich wirklich toll und was für mich besonders wichtig ist: sie verbrauchen sich. Und niemand wird mich dafür hassen, dass ich ihm die einhundertfünfundzwanzigste Vase/Bild/Backform/Kitsch geschenkt habe.Was in den gelben Tüten drin ist und für wen, das bleibt bis Weihnachten mein kleines Geheimnis. Nur Pauline weiß es :). (Ein bisschen Vorfreude und Spannung muss sein!)
Nachdem wir wirklich, wirklich lange in der Gegend herumgeisterten und schon dachten, diese Facebookeinladung sei eine Verarsche gewesen, verirrten wir uns in einen Hinterhof. Ein Mann verkaufte uns Kinderpunsch und beschrieb uns netterweise den Weg, der natürlich noch weiter rein in den Hof führte (gruselig!). Es war leider wirklich zu dunkel, um dort Fotos zu machen. So langsam überkam uns das Gefühl, dass wir durch den Punsch in eine andere Welt gebeamt wurden... auf der Straße waren kaum Leute, wir fühlten uns gar nicht mehr wie in Berlin und schon gar nicht in Mitte. In den Bäumen saßen die Krähen, schwarz von der Nacht um schlafen zu gehen. Es gibt ja so einige Gruselgeschichten über Nachtkrähen... Wir liefen von rechts nach links und wieder zurück, bis wir es aufgaben und wieder auf die Straße liefen. Zwischendurch kamen uns jede Menge Leute entgegen, die genau wie wir durch die Gegend geisterten und das selbe zu suchen schienen wie wir... BIS wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite in weiter Entfernung das Wort NACHTKONSUM erahnen konnten. Tatsächlich. Das stand da auf dem Schild. Und direkt vor unserer nase klebte sogar ein Wegweiserschild an einer Laterne. Nachdem wir vor Erleichterung erst mal ausgerastet waren gingen wir rüber, um Enttäuscht festzustellen, dass der Spaß, der uns so viele Irrwege aufgebrummt hatte, auch noch bei facebook unangekündigten EINTRITT kostete. Auf normalen Flohmärkten zahlt man nie Eintritt. Das war es uns irgendwie nicht Wert. 
Nach dieser Enttäuschung noch kurz zu Dunkin Donuts und dann nach Hause. Wir waren sowieso inzwischen blank von all dem Fremdshopping. Der Abend war auch ohne den Flohmarkt schon ein Erfolg an sich gewesen und wir haben viel von Berlin gesehen, was uns sonst in zehn Leben nicht begegnet wäre. 
Kurz noch zur Erklärung der Überschrift: Pauline hat die ganze Zeit LAUT gesungen. Ich aber auch :D. Und wir konnten nicht mehr vor lachen.

11.18.2010

Berliner Flöhe zum Markt!









So sieht Pauline aus, wenn sie glücklich ist, weil wir früh (naja, relativ) aufgestanden sind, auf den Markt in Schöneberg sind und sie eine neue Kamera gefunden hat  :D. Das alles geschah ein paar Chemievorgänge im Fotolabor und Tage vorher. Wir können euch hier also ein paar schöne Ergatterungen und Fotos zeigen, die auf dem nach Hause weg durch unseren kleinen Wald entstanden sind.
Alles in allem war der Ausflug sehr lustig, während Pauline ja immer die Schüchterne spielt und sich nicht mal traut zu fragen, komme ich mir ja immer so hart vor, wenn ich sage: "dann muss ich das Ding leider hier lassen." Weil der Käufer mit dem Preis nicht runtergehen will. Während ich in einem Haufen an Tüchern rumwühlte, kam Paulie mit einem Grinsen zurück und hatte, was sie wollte: eine Kamera MADE IN GDR. (Praktika L) Bei mir kam noch eine Kette dazu (für die ich viel zu viel gezahlt habe).
Danach gab's an der Bude Fritten und für Paulie 'ne Bratwurst. Geht auf jeden Fall auf einen Markt, wenn ihr in Berlin seid. Auch wenn's  nur zum gucken ist. Der in Schöneberg ist nicht sooo wunderschön, aber wenn man was bestimmtes sucht, reichts. Wir werden sicher noch auf einige gehen und euch dann die besten verraten ;).

11.12.2010

TOOOO MUCH

Der Abend fing ja schon mal genial an: Paulie und ich, wir machen uns auf den Weg zu den Hackeschen und treffen unterwegs Kati. Kaum angekommen verschlägt es uns erst mal in einen kleinen, noch unentdeckten Laden namens Muji (Foto). Wunderbare Kleinigkeiten und Großigkeiten, ich denke vor Weihnachten wird es mich dort wieder hinziehen.
MUJI (Hackescher Markt)
Danach haben wir uns erst Mal verirrt, ich mein, was erwartet man, wenn drei planlose Mädels sich an den Hackeschen aufhalten, wo alles gleich aussieht. Das Ziel war das Sixties, (Foto) wo amerikanisches Essen (z.B. Burger) in einer so guten Qualität angeboten werden, dass man sich beim nächsten McDonalds Besuch wirklich zweimal überlegen muss, ob man den Müll essen will. 
the Sixties (Hackescher Markt)
Danach ging's dann ENDLICH zu BONAPARTE und wir kamen ziemlich zu spät... nunja, war trotzdem genial, ein echtes Erlebnis und empfehlenswert für jeden, der sich Bonaparte-Musik gerne antut. :) Leider hab ich äh mein Handy verloren und nur den Acku wiedergefunden... aber als Tausch, gegen das was wir an dem Abend erleben durften, schon berechtigt. ;) Für alle armen Opfer, die Bonaparte noch nicht kennen gibt's unten die Erlösung in Form eines Konzertmitschnittes ;D (Halb-)nackte Tänzer und Tänzerinnen gab's in der Show mitgeschenkt, war aber keineswegs unangenehm, da alles sehr betont auf die Kunst war und immer in Verbindung zu den philosophisch angehauchten Liedern stand. Nach dem Konzert hatte ich auch noch das Glück, für uns alle Autogramme organisieren zu können, Bonaparte sind ja mal sowas von sympathisch.